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… nach Besitzer von Geocaches.

Heute in der Pforzheimer Zeitung (Quelle)

Geheimnisvolle Metallkiste im Wald gibt Rätsel auf

PFORZHEIM. Eine dunkelgrüne Metallkiste, die ein Spaziergänger am Mittwochvormittag im Wald fand, hat zunächst für Rätsel gesorgt. Die Kiste lag unter einem kleinen Tannenbaum, der mit einer Weihnachtsbeleuchtung geschmückt war.

Nach Polizeiangaben konnte schließlich festgestellt werden, dass der Inhalt der Kiste zum Internetspiel „Geocoaching“ gehört, eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der per GPS-Empfänger übers Internet Schätze gesucht werden. Zum Inhalt der gehörte auch ein Fundbuch, in welches sich Finder eintragen können. Wie aus dem Buch hervor geht, wird die Stelle regelmäßig besucht. Personen, die Hinweise auf den Eigentümer geben können, werden gebeten, sich unter der Nummer 07231/186-5100 zu melden.

Klasse :-) Ich poste jetzt absichtlich nicht die GC oder OC Nummer (weil ich sie auch nicht weiß :-) )

Ich denke, dass der Cache wohl bei den freundlichen Beamten abgeholt werden kann.

Aus der RHEINPFALZ vom 6.1.2010:

(Zur Ergänzung: Oberhalb des Artikels sind noch zwei Farbfotos, auf denen der Holzhaufen, in dem die Puppe saß und die Puppe, die wirklich ziemlich echt nach einer schon halb verwesten Leiche aussieht, abgebildet.)

„Leiche” entpuppt sich als „Schatz”

Kaiserslautern: Makabrer Fund im Pfälzerwald – Geocacher setzt Puppe ins Gebüsch – Unverständnis bei Forst und Polizei

Von Gabriele Schöfer

Eine grausige Entdeckung habe ich am Sonntag beim Spaziergang im Pfälzerwald gemacht: Etwa 15 Meter abseits des Weges saß eine offensichtlich leblose Gestalt zusammengesunken unter einem Dach aus Ästen und Zweigen. Schock! Doch wie sich – nach tiefem Durchatmen und einer eingehenderen Inspektion – herausstellte, war es nur eine mannshohe Puppe, die moderne Schatzsucher – so genannte Geocacher – dort platziert hatten.

Aufgespürt hat das gruselige Ensemble mein Hund, mit dem ich unweit des Buchholzfelsens alleine unterwegs war. Zunächst wirkt das Arrangement harmlos: Ein blauer Rucksack fällt mir ins Auge, der unter einem sorgfältig aufgeschichteten „Zeltdach” aus Ästen steht. Ich überlege, was das sein könnte. Vielleicht eine Kamera-Station zum Wildmonitoring? Doch weit gefehlt!

Kaum trete ich näher, entdecke ich zwischen den Zweigen plötzlich Erschreckendes: zwei Wanderstiefel mit den Schuhspitzen nach oben, darin seltsam dünne, in Jeans gewandete Beine. Außerdem ebenfalls knöchern wirkende Fingerspitzen, die aus den Anorakärmeln hervorschauten. Der Kopf samt grüner Kapuze ist auf die Brust gesunken, das bräunliche Gesicht liegt im Dunkeln.

Ich schrecke zurück. Herzklopfen, erst mal weg! Vielleicht ein Selbstmörder, denke ich. Oder ein Obdachloser, der sich unter den Zweigen für die Nacht einquartiert und dort irgendwann in der Kälte auch gleich seine letzte Ruhestätte gefunden hat. So oder so – auf jeden Fall wirkt die verschrumpelte Gestalt, als säße sie schon seit geraumer Zeit an diesem einsamen Waldesort – was sich später bewahrheiten wird.

Schnell die 110 wählen! Doch mein erster Impuls, die Polizei zu rufen, wird vom Funkloch ausgebremst. Deshalb schleiche ich vorsichtig nochmals zurück, um sicherzugehen, dass ich keiner Halluzination aufgesessen bin. Und werde mir nun des kleinen Zettels bewusst, der auf der Brust der „Leiche” liegt: „Edmund und Bruno – wir sind Teil einer GPS-Schatzsuche. Lasst uns bitte hier hängen.”

Also ist das Ding, so realistisch es aussieht, glücklicherweise doch keine Leiche! Erst mal aufatmen! Aber bald kommt auch Ärger auf. Welcher Idiot denkt sich denn solche makabren Scherze aus? Und was hat das mit Schatzsuche zu tun?

Das fragt sich auch die Polizei: „Warum setzt man eine scheinbare Leiche in den Wald? Warum nicht etwas Harmloses?”, meint der Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz, Arno Heeling, der bislang im gesamten Zuständigkeitsbereich von keinem derartigen Fall gehört hat. „Zumindest theoretisch” handele es sich dabei nicht nur um „eine Belästigung der Allgemeinheit”, sondern um versuchte Körperverletzung. „Wenn zum Beispiel ältere Leute so erschrecken, dass sie Schaden nehmen.” Auch die Leiterin des Lauterer Forstamts ist empört: „In so drastischer Form habe ich das im Zusammenhang mit Geocaching noch nicht erlebt”, sagt Ute Fenkner-Gies. Wenn die GPS-Schatzsucher Kästchen oder ähnliche harmlose Objekte im Wald versteckten, sei dies in Ordnung. „Aber bei solch makabren, geschmacklosen Objekten hört der Spaß auf. Es mag zwar kein Gesetz dagegen geben, aber das Ding wird sofort beseitigt.”

Noch am Montag machen sich der zuständige Revierförster und ein Kollege ans Werk und reißen das Ensemble auseinander. Auch sie schütteln nur den Kopf angesichts des Aufwands, der da betrieben wurde: Die etwa 1,70 Meter große Puppe besteht aus Latten, die an den „Gelenken” mit Schnüren verbunden sind, als Kopf dient ein Ball. Angezogen und zwischen den Ästen arrangiert wirkt das alles sehr überzeugend. „Ich hätte mich auch erschrocken”, bekennt einer der Männer.

Ob „Kruemelchen”, wie sich der Schöpfer der Puppe nennt, das bezweckt hat? Denkt er oder sie überhaupt noch an seinen „Schatz” droben im Wald? Denn „Edmund” sitzt offensichtlich schon lange dort, wie am „Begleitschreiben” im Rucksack zu erfahren ist. Dort schildert der Wandersmann nämlich seinen Zusammenstoß mit Bruno, der als „Problembär” verunglimpft wurde, bis man ihn 2006 erschoss.

Davon weiß „Edmund” aber nichts, denn er wartet in seiner imaginären Welt noch immer drauf, dass Bruno in die Bärengrube fällt, die laut Begleittext irgendwo ganz in der Nähe ist. Hoffentlich ist inzwischen kein anderer hineingefallen…

SCHOEFG

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.4
Datum: Mittwoch, den 06. Januar 2010
Seite: Nr.21
“Deep-Link”-Referenznummer: ‘5909031′

Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

Ein weiterer Artikel auf der selben Seite:

Stichwort

Geocaching

ist die moderne Form der Schatzsuche per Internet und GPS (Global-Positioning-System). Das Wort setzt sich zusammen aus „Geo”, also Erde, und „Cache”, dem geheimen Lager oder Versteck. Im Internet finden sich die Koordinaten der Verstecke, die es mit Hilfe eines GPS-Geräts zu finden gilt. Neben einem kleinen „Schatz” befindet sich dort auch das Logbuch, in dem sich der Finder verewigen kann. Außerdem tauscht er eine Kleinigkeit aus dem Schatzkästchen aus und verstaut die Dose für den nächsten Schatzsucher wieder an ihrem angestammten Platz. Der Fund bleibt weiterhin auf den Internetseiten der betreffenden Region vermerkt und wird mit gegebenenfalls mit Fotos ergänzt. Durch die Veröffentlichung können andere Personen, insbesondere der Verstecker, die Geschehnisse rund um das Geocache verfolgen. In einem Radius von 25 Kilometern rund um Kaiserslautern sind laut der Internetseite www.geocaching-westpfalz.de etwa 500 „Schätze” verborgen. Auch Geocacher „Kruemelchen” ist laut Homepage offenbar immer noch aktiv dabei. (oef)

SCHOEFG

…im Wald mit diversen Behörden und Vereinigungen. Hier ein Beispiel: Blogbeitrag und Blogbeitrag.

Cache Reaper

Bestimmt jeder hat es schon mal mitbekommen ab und zu geht der Reviewer mti der Sense durch. Mahnt alte disabled Cache an, oder archiviert sie.Cache Reaper
Dahinter steckt  jede Menge Handarbeit. Leider stellt Groundspeak  keine Automatismus bereit. Deshalb muss er Reviewer sich eine PocketQuery ziehen und anhand GSAK Einstellung diese ‘alten Caches’ sich anzeigen lassen.

Ich habe mir heute ca. 2 Std. Zeit genommen und alle Cache ( last found älter als Oktober)  im Saarland, sowie in RLP angemahnt. Insgesamt 78 Mahnungen und 7 archiviert.
Das fatale daran ist leider, dass es immer wieder Found-Logs gibt, obwohl der Cache definitiv weg ist. Auch DNF’s nach einem disable erschweren die kompliziert GSAK-Abfrage. Es wäre  zu empfehlen, ein Need Maintenance zu loggen, anstatt DNF, dann wäre es einfacher für uns Reviwer und der Zeitbedarf würde sich halbieren.

Am aller einfachsten wäre natürlich eine zeitnahe Wartung. Also nicht böse sein, wenn ab und zu ein Reaper auftaucht.
P.S. ich suche immer noch ein paar Schlüsselanhänger für meine Coins. Spenden willkommen. Und nicht vergessen am 1.1.2010 gibt es die neuen ReviewerCoins bei www.myGeocoin.de

Aha, die Tourismusbranche kommt so langsam auch hier bei uns in der Gegend auf den Geschmack. Anbei einen Artikel aus der heutigen Ausgabe der RHEINPFALZ. Allerdings sollte man sich nicht allzuviel davon erhoffen, denn im diesjährigen Herbsturlaub waren wir am Tegernsee, wo die dortige Tourismusverwaltung auch so etwas anbietet. Man versprach auf einem Plakat: “Gehen sie mit den  modernsten Satellitenempfängern auf Schatzsuche”. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und erkundigte mich, natürlich als Unwissender ;-) , nach den Modalitäten. Man gab mir nach einigen ratlosen Momenten (die Kollegin, die das macht, ist heute nicht da) ein gelbes ETREX (ohne H) und versuchte mir auf einer laminierten Kurzbedienungsanleitung erfolglos zu zeigen, wie man die eingespeicherten Wanderungen aufrufen kann. Auf meine Nachfrage, was denn mit der angepriesenen Schatzsuche sei, gab es folgende Antwort: “Die gibt es nicht mehr, das sei vorbei” :-)

Also hier der Artikel, mal schauen, was man vor Ort daraus macht:

Schätze suchen im Rebenmeer

BAD DÜRKHEIM: Ab Herbst will die Stadt elektronische Schnitzeljagd auf „Geo-Erlebnis-Pfad” durch Wingert anbieten – 35.000 Euro

Ein „Geo-Erlebnis-Pfad” soll die Weinkulturlandschaft Bad Dürkheims ab dem Spätjahr 2010 in all ihren Facetten darstellen. Bürgermeister Wolfgang Lutz und Gerrit Altes, Leiter der Tourist-Info, stellten das Konzept des Rundweges am Donnerstag im Rathaus vor. „Sahnehäubchen” wird eine elektronische Schnitzeljagd mit Hilfe von GPS-Empfängern, ganz nach dem Motto: „Schatzinsel im Rebenmeer”. 25.000 Euro seien für den Erlebnis-Pfad vorgesehen, die Erstausrüstung mit GPS-Geräten belaufe sich auf etwa 10.000 Euro.

Die „sensationelle Großlandschaft um die Kurstadt” biete nicht nur Wissens-Schätze, so Altes. Die Möglichkeit zu einer elektronischen Schnitzeljagd runde das neuartige Erlebnispaket ab und locke auch an Technik interessierte Jugendliche („Play Station-Generation”). Mit GPS-Empfängern ausgestattet können sich Schatzjäger – zunächst angemeldete Gruppen – nach einer technischen Einweisung auf Schatzsuche auf den „Geo-Erlebnis-Pfad” begeben. Nach und nach ermitteln sie durch das Lösen von Rätselfragen auf den Tafeln entlang der Route die nötigen Ziffern für die Breiten- und Längengradkoordinaten. Diese geben dann die Lage des „Schatzes” an, der – so die Planung – durchaus auch im Gelände versteckt sein kann. Gedacht ist, dass Unternehmen aus Bad Dürkheim, der Pfalz und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar zum Beispiel Gutscheine für die Schatzkiste zur Verfügung stellen können. Die Erstausstattung an GPS-Empfängern belaufe sich auf etwa 10.000 Euro – eine Summe, die laut Bürgermeister Wolfgang Lutz auch über mehrere Jahre verteilt werden könne. Ein Gerät koste je nach technischer Ausstattung zwischen 70 und 300 Euro.

Grundlage für die Jagd nach dem Schatz ist aber der „Geo-Erlebnis-Pfad”. Angelehnt an die Idee eines Weinlehrpfades – aber mit einem Erlebniswert, der laut Altes weit über den eines solchen hinausgeht – möchte die Stadt ein weiteres touristisches Angebot schaffen. Der „Geo-Erlebnis-Pfad” soll zwischen sieben und zehn Kilometer lang werden – die genaue Länge ist bislang noch nicht festgelegt – und durch Bad Dürkheims bekannte Weinlagen Michelsberg, Spielberg, Herrenberg und Weilberg sowie vorbei an kulturellen Gütern wie der Römervilla bei Ungstein führen. Mit Infotafeln wird über die drei Themengebiete Wein, Geschichte sowie Geologie und Klima informiert.

Für Bürgermeister Wolfgang Lutz hat die Idee des Rundweges etwas Faszinierendes. „So können wir den einmaligen Reichtum der Landschaft und die atemberaubende Szenerie – beispielsweise rund um den Michelsberg – gebührend in Szene setzen”, meinte er. 25.000 Euro soll das Projekt kosten, Lutz hofft auch auf Zuschüsse des Landes und auf Sponsoren. „Wir haben das innovative Konzept an das Wirtschaftsministerium weitergegeben”, sagte er. Auch Unternehmen und verschiedene Vereine fänden die Idee reizvoll.

Wieso ist der Boden hier gelb und dort drüben rot? Woher kommen die Namen der Weinlagen? Was haben die uralten Inschriften am Steinbruch Kriemhildenstuhl zu bedeuten? Drei Beispielfragen, über die der „Geo-Erlebnis-Pfad” auf einfache und verständliche Weise Antworten geben will. „Wir wollen Wissen nicht trocken vermitteln”, so Altes zur Idee. Jeder Neugierige, gleich ob jung oder alt, soll mit dem Rundweg angesprochen und in die Natur gelockt werden. (svw)

SCHAEDB1

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Bad Dürkheimer Zeitung
Ausgabe: Nr.295
Datum: Samstag, den 19. Dezember 2009

17.12.2009, 15:42 - Polizeidirektion Landau

Rülzheim, Geocaching mit Folgen

Geocaching, die moderne Form einer Schatzsuche löste am Mittwoch gegen 23 Uhr einen Polizeieinsatz aus. Anwohner meldeten im Nordring eine verdächtige Person, die in Richtung B9 wegrannte. Eine Polizeistreife konnte wenig später einen 34-jährigen Mann aus Jülich kontrollieren. Der Mann war  ausgestattet mit einem Global-Positioning-System (GPS)-Empfänger und war auf der Suche von Koordinaten eines “Schatzes” aus dem Internet. Die Polizei überprüfte die Angaben des Mannes und wurde in die Geheimnisse der modernen Schnitzeljagd eingewiesen.

Polizeidirektion Landau

Quelle: www.polizei.rlp.de

Edit: Es war Carsten. Ganze 7 Funde.

Wir Alten…

Mein Gott, wie muss ich alt aussehen…und meine lieben Cacherfreunde hier aus der Gegend auch.

So oder so ähnlich muss es wohl dem Ausrichter und noch einigen der Anwesenden beim 1. Rilzemer Herbstevent in den Köpfen rumgespukt haben, als ein (junges) Cacherpärchen schon nach kürzester Zeit das Event wieder verließ.  Mit den Worten: ” Das ist hier nicht unsere Altersklasse” verabschiedeten sich die beiden beim Organisator, der vor lauter Erstaunen beinahe die Treppe rückwärts runterfiel :-)

Verbindet nicht unser Hobby ein Zusammenspiel von Jung und Alt? Vielleicht habe ich das Ganze ja falsch verstanden und man kann sich mit uns “Alten” nicht unterhalten? Es ist mir bisher in meiner Cacherkarriere noch nicht aufgefallen, dass man auf Altersunterschiede Wert legen soll.

Zu den Fakten: Besucher des Events hatten das Alter von 5 – geschätzen 60, der Durchschnitt lag wohl so um die 30-40 Jahre.  Das Pärchen war geschätzte 20-25 Jahre.

Sachen gibt’s….

Neues aus dem Wald

18.11.2009, 18:05 - Polizeidirektion Kaiserslautern

Imsweiler (Donnersbergkreis), Tragischer Unfall bei einer Treibjagd

Tödlich verletzt hat ein Jäger am Mittwochnachmittag seinen 71jährigen Nachbarschützen bei einer Treibjagd in der Gemarkung Imsweiler. Beide Männer standen nach ersten polizeilichen Ermittlungen um 15:30 Uhr in einer Reihe von insgesamt vier Standschützen. Ein Schuss eines 61jährigen Jägers aus Hessen auf ein über offenes Gelände rennendes Wildschwein verfehlte sein Ziel. Anschließend hat dieser vermutlich die Waffe dem in den Wald flüchtenden Tier nachgezogen und einen weiteren Schuss abgegeben. Hierbei traf er den etwa 80 Meter entfernt postierten Jäger, der noch an der Unglücksstelle verstarb. Der 71Jährige stammt aus dem Landkreis Alzey-Worms. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Polizeidirektion Kaiserslautern
Logenstraße 5
67655 Kaiserslautern

Quelle:  Link

 

Quelle: DWJ

Informationen für die Presse

PM 27.8.2009 – Naturverträgliches Wandern, naturverträgliches Geocaching

Laufen, Wandern, zu Fuß unterwegs sein ist die natürlichste Fortbewegungsform des Menschen. Innerhalb der Deutschen Wanderjugend spielt Bewegung schon immer eine sehr große Rolle, was die vielfältigen Tanz- und Kulturprogramme neben den zahlreichen Wanderangeboten auf der Agenda der 58 Verbandsvereine zeigen.

Eine gute Motivationsmethode ist ein hervorragendes Mittel, um gegen zunehmenden Bewegungsmangel und Naturentfremdung vorzugehen. Fast kein Kind geht gern „klassisch“ Wandern, wie es Erwachsene tun (gleichförmig von A nach B über Aussichtspunkt X). Spaß und Abenteuer sind die Zauberworte, die Kinder und Jugendliche zum „Draußen unterwegs sein“ motivieren!

Geocaching ist so ein Zauberwort. Und verantwortungsvoll umgesetzt ist es eine von vielen Möglichkeiten, unseren Jüngsten das Laufen wieder näher zu bringen und den respektvollen Umgang mit der Natur zu lernen.

Um so bedauerlicher ist es, wenn eine Meldung des Journalisten Alexander Maier (DPA) vom 24.8.09 (1) den Eindruck erweckt, dass die rührige und überaus rücksichtsvolle Geocacher-Gemeinschaft in Deutschland sich stark zunehmend natur- und umweltfeindlich verhält, was nicht der Fall ist.

Besonders unangebracht erscheint auch die Äußerung im letzten Absatz in der DPA-Meldung, die den Eindruck erweckt, dass die Deutsche Wanderjugend solche Verfehlungen einiger weniger schwarzer Schafe völlig tatenlos hinnehmen würde. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine nur kurze Recherche seitens der DPA gezeigt hätte. Zu nennen ist u.a. durch das Bundesamt für Naturschutz gern unterstützte Initiative der Deutschen Wanderjugend zur Sensibilisierung hinsichtlich Schutzgebieten, übrigens direkt ohne Mühe nachzulesen auf der Startseite der Informationsplattform geocaching.de („Naturschutzgebiete in Cachekarte“).

Die Jugendorganisation bringt Kindern und Jugendlichen (gern auch vielen Erwachsenen) das „Draußen unterwegs sein“ mit vielfältigen Methoden näher. Zu den von Herrn Hoffmann zitierten Zahlen zu Verfehlungen möge sich bei derzeit 15.950 Schatzverstecken in Baden-Württemberg ein jeder selbst sein Bild über das Ausmaß machen: Bei 60 kommunizierten Fällen wären das 0,38 %, bei den rein vermuteten 240 Fällen 1,5 % (2).

In anderen Sportarten gibt es leider ebenfalls Unwissende und schwarze Schafe, sei es bei Mountainbikern, Kletterern, Pilzesuchern und bei Mineraliensammlern, die die Natur um wertvolle Skalagniten uvm. berauben oder durch ihr unbedarftes Verhalten die Natur schädigen. Durch nachhaltige Sensibilisierung gilt es, jeden einzelnen Fall für die Zukunft zu verhindern.

Dies geschieht schon lange mit der überaus hochfrequentierten Informationsseite www.geocaching.de, zudem durch automatische Hinweise auf Schutzgebiete in der Schatzversteckdatenbank www.opencaching.de.

Wir bitten daher bei der Schelte über die Geocaching-Szene dringend um eine angemessene Betrachtung, welche im Übrigen nicht erst seit kurzem – wie bei DPA dargestellt – zu naturverträglichem Verhalten aufruft. Seit Anbeginn des überaus familienfreundlichen und naturverträglichen Freizeitvergnügens wird auf die Naturverträglichkeit gesetzt (vgl. Nutzungsbedingungen der Schatzversteckportale, bzw. CITO-Events) und dieses auch so gelebt. Ein ganz kurzer Blick des Autors der DPA auf Geocaching.com oder eine einzige Rückfrage hätte genügt!

Der Autor der DPA-Meldung hat auch den Autor dieser Pressemeldung im Vorfeld der DPA-Meldung telefonisch kurz kontaktiert, offene Fragen oder Unklarheiten hätten übrigens problemlos geklärt werden können.

Die bemerkenswerten Einstiegsfrage war: „In Deutschland liegen etwa 100.000 Schatzdosen aus Plastik versteckt. Bei schätzungsweise 200 g pro Dose liegt da ja tonnenweise Müll im Wald. Was sagen Sie dazu?“

Die Gegenfrage als Antwort darauf lautete, ob hunderttausende von Briefkästen in Deutschland dann auch als verrottendes Altmetall zu werten wären…
Die Frage blieb seitens der DPA unbeantwortet.

(1)    http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1074947&kat=64
(2)    http://www.geocaching.com/seek/nearest.aspx?country_id=79

Die Westpfälzer Geocacher (Gruß von hier an dieser Stelle) hatten eine prima Idee: Die Rettungspunkte, die es in ganz Rheinland-Pfalz gibt, kann man ab sofort dank der Handarbeit der blauen Elefanten als GPX-Datei oder als GPI-Datei auf den Rechner und / oder auf den GPSr laden. Eine schöne Sache.

Doch was sind die Rettungspunkte überhaupt?

Die Rettungspunktschilder (siehe Foto) sind ein Teil der Rettungskarten. Landesforsten schreibt hierzu:

Rettungskarte Rheinland-Pfalz

Ausschnitt aus der Rettungskarte Rheinland-Pfalz

Die Rettungskarte Rheinland-Pfalz wurde von den Landesforsten Rheinland-Pfalz ursprünglich unter dem Begriff “Rettungskarte Forst” für die forstspezifische Verwendung entwickelt. Die Notwendigkeit hierzu ergab sich aus der Tatsache heraus, dass die Waldarbeiter einem erhöhten Unfallrisiko bei einer in aller Regel gegebenen schlechten Erreichbarkeit der Notfallstellen ausgesetzt sind. So sind die Forstbetriebe im Land Rheinland-Pfalz durch die Unfallverhütungsvorschrift “Erste Hilfe” verpflichtet, unter Berücksichtigung der betrieblichen Verhältnisse durch Meldeeinrichtungen und organisatorische Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass unverzüglich die notwendige fachkundige Hilfe herbeigerufen und an den Unfallort geleitet werden kann.

In den Rettungskarten auf Basis der digitalen topographischen Karten 1:25.000 (D T K) werden neben den Gauß-Krüger-Koordinaten, dem U T M -Gitter und den Höheninformationen die Rettungswege, gegliedert nach öffentlichen Straßen, ganzjährig und bedingt befahrbaren Wegen, sowie die Anfahrtspunkte (vierstellige Karten- und dreistellige Rettungspunkt-Nummer) für die Rettungsfahrzeuge dargestellt. Einige Anfahrtspunkte, in deren unmittelbarer Nähe kein eindeutig erkennbares Objekt (zum Beispiel Schutzhütte, Parkplatz) vorhanden ist, sind mit Schildern ausgewiesen.

Die Rettungskarte soll künftig sowohl dem Rettungs- und Sanitätsdienst, als auch dem Brand- und Katastrophenschutz, inklusive der Schnelleinsatzgruppen als Einsatz- und Führungsmittel dienen. Die Rettungskarte Rheinland-Pfalz kann auch von Bürgern beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation in Koblenz käuflich erworben werden. Dabei ist zu beachten, dass bei einem Unfallereignis im Wald nur dann ein Nutzen hinsichtlich einer zielgerichteteren, schnelleren Rettung durch den amtlichen Rettungsdienst gegeben ist, wenn die Originalkarten mit allen Informationen verwendet und der Ablauf der „Rettungskette Forst“  eingehalten werden.

Und wie funktioniert’s?

Ablauf der “Rettungskette Forst”

ACHTUNG! Nicht jeder Anfahrpunkt befindet sich in einem vom Mobilfunk ausgeleuchteten Gebiet.Die Schilder dienen in erster Linie einem betriebsinternen Rettungsleitsystem.
ACHTUNG! Nicht jeder Anfahrpunkt befindet sich in einem vom Mobilfunk ausgeleuchteten Gebiet.
Die Schilder dienen in erster Linie einem betriebsinternen Rettungsleitsystem.

Beim Unfall sind zunächst Sofortmaßnahmen der Ersten Hilfe zu leisten (zum Beispiel stabile Seitenlage, blutstillende Maßnahmen). Danach wird der Notruf mittels Funktelefon direkt an die  zuständige Rettungsleitstelle abgesetzt. Hierbei gilt es zu beachten, dass viele der Rettungspunkte mobilfunktechnisch nicht ausgeleuchtet sind, d. h. dass häufig am realen Standort des Rettungspunktes keine Notrufabsetzung möglich ist. Der Rettungsleitstelle werden die siebenstellige Nummer des “Anfahrpunktes” sowie der Ort aus der Karte, die am nächsten zum Unfallort liegen, mitgeteilt. Es wird angegeben, ob am Anfahrpunkt ein Lotse die weitere Leitung des Rettungsfahrzeuges übernimmt sowie die technische Unterstützung der Feuerwehr erforderlich ist. Ist kein Loste vorhanden, wird die weitere Route vom Anfahrpunkt zum Unfallort an Hand von Merkmalen in der Karte der Rettungsleitstelle beschrieben. Wenn möglich, sollte jedoch ein Lotse zur Verfügung gestellt werden.

Die Rettungsleitstelle setzt das Rettungsfahrzeug ein, informiert gegebenenfalls auch die örtliche Feuerwehr und leitet es über BOS-Funk zum “Anfahrpunkt”. Als Hilfsmittel für die Anfahrt benutzt die Rettungsmannschaft die an Bord befindliche Rettungskarte Rheinland-Pfalz und orientiert sich an den in der Karte farblich markierten Wegen.
Die Fahrt im Wald erfolgt zunächst immer mit Martinshorn damit die Anfahrt gehört werden kann. Am “Anfahrpunkt” wird das Martinshorn ausgeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich am Unfallort mit akustischen Mitteln bemerkbar machen. Die Waldarbeiter benutzen dazu eine Kompressorfanfare. Die akustischen Signale werden von der Rettungsmannschaft mit dem Martinshorn bestätigt und die Fahrt zum Unfallort wird, wenn möglich, fortgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll, der Rettungsmannschaft entgegenzugehen und sie zum Unfallort zu leiten.

Links:

Direktlink zu den Dateien auf geocaching-westpfalz.de

Landesforsten Rheinland-Pfalz

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