30.01.2009 21:20 Uhr: Hilfeleistung
Personen in Felswand abgestürzt
Handy rettete ihr Leben
Die Feuerwehr Neckargemünd wurde über die Leitstelle Rhein-Neckar zu einer spektakulären Rettungsaktion gerufen.
In Kleingemünd, im Bereich der Roths-Nasen-Hütte sei eine Person in die Felswand abgestürzt. Eine weitere Person sei ebenfalls in die Felswand, aber auf einen sichern Vorsprung gerutscht. Die Personen wurden mittels Handyortung gefunden, und die Feuerwehr bekam die genauen GPS Koordinaten zur Lageerkundung und Personensuche, sowie die Handynummer, um mit den Verunglückten direkt Kontakt aufnehmen zu können. Da es schon dunkel war, gestaltete sich die Suchaktion anfangs sehr schwer, weil es sich bei der Felswand um ein sehr weitläufiges Gebiet, mit teilweise senkrechten Felshängen von mehr als 100 Metern handelt. Die DLK 23/12 fuhr auf der Landesstraße in Richtung Ziegelhausen, und die Besatzung bekam als erstes Rufkontakt mit den Verunglückten. Da die Länge der Drehleiter nicht ausreichte (30 Meter), blieb nur eine Rettung von oben übrig. Zur gleichen Zeit machte sich die Absturzsicherungsgruppe der Feuerwehr Neckargemünd bereit, und fing mit den Vorbereitungen für die Rettungsaktion an. Das KEF und der ELW fuhren an die Einsatzstelle direkt oberhalb der verunglückten Personen, ein RTW des DRK und die Polizei kamen ebenfalls dazu. Die Besatzung des RW 2 und des TLF 16/1 mussten zu Fuß zur Unglücksstelle laufen, da für Großfahrzeuge der Weg nicht befahrbar war. Nach kürzester Zeit wurde auch hier der Rufkontakt von oben zu den Verunglückten hergestellt. Zwei Mitglieder der Absturzsicherungsgruppe rüsteten sich aus, und die Rettungsaktion der beiden Personen begann. Der erste Retter seilte sich zu den Personen ab, und sicherte beide um ein weiteres abstürzen zu verhindern. Da die Personen nur leicht verletzt waren, aber schon sehr starke Unterkühlungserscheinungen zeigten, musste die Rettung sehr schnell gehen; eine Person war bereits in einem kritischen Zustand. Ein weiterer Retter seilte sich zu den Verunglückten ab, und die eigentliche Rettung begann. Eine der Personen klammerte sich lediglich an einem Baum von wenigen Zentimetern Durchmesser fest, um einem Absturz in eine Tiefe von mehr als 80 Metern zu entgehen. Mit der Spezialausrüstung der Feuerwehr gelang es sehr schnell, die Personen nach oben zu ziehen und danach dem DRK zu übergeben. Beide Personen kamen zu weiteren Untersuchungen in eine Heidelberger Klinik. Im Einsatz unter der Leitung von Kommandant Frank Merkel waren 30 Feuerwehrangehörige der Feuerwehr Neckargemünd Abt. Stadt, sowie das DRK und die Polizei. Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Mannheim wurde vorsorglich in Alarmbereitschaft gesetzt, musste aber nach der ersten Lageerkundung nicht mehr ausrücken. Der Einsatz war gegen 1:30 Uhr beendet.
Im Einsatz war der ELW, das KEF, der RW2, das TLF16-1 und die Drehleiter.