Nach einigen superstressigen Wochen für Stefan wegen des Firmenumzugs, hatten wir am letzten Freitag den dringenden Wunsch nach einem entspannenden Cache-Wochenende…nur wohin? Flüge in unsere Lieblingsstädte waren so kurzfristig viel zu teuer, mit dem Auto sehr weit fahren wollte Stefan auch nicht…mehr als 150km sollten es nicht sein. Hmmmm….was bleibt da? Bodensee? Tradiland…Bayerischer Wald….Salzburg….Salzburg? Oh, die Mega-Event-Stadt! Da wir das Anmelden aus “so-weit-können-wir-leider-nicht-voraus-planen”-Gründen nicht geschafft haben, warum nicht jetzt schon mal hinfahren?
Geworben wird auf der Seite des Geo Fortress mit: “In Salzburg zählt neben der hohen Cache Quantität auch die maximale Cache Qualität: Überzeuge Dich selbst davon und komm nach Salzburg und sei Teil des Mega Events.” Und nachdem wir uns mal einen ersten kleinen Eindruck über die Geocaching-Map gemacht haben und dabei gaaaanz viele Fragezeichen gesehen haben, war der Entschluss, das zu überprüfen gleich gefallen. Kurz noch nachgeschaut, ob es auch noch eine Unterkunft für uns gibt…ja, gut, dann: “Auf nach Salzburg!”.
Vom Schreibtisch aus noch ein paar kleine Vorbereitungen getroffen, PQ, Cachewolf gefüttert, einige Multis ausgedruckt, nach den ersten Infos zu dem ein oder anderen Rätsel geschaut, einiges auch gleich gefunden, anderes auf vor-Ort verschoben und gegen 19 Uhr losgefahren. Der Stau aus der Stadt raus war zwar lästig und zäh aber auf der Autobahn ging es zügig voran und nach einer kleinen Ehrenrunde um die Altstadt konnten wir dann auch endlich um 21 Uhr im Hotel einchecken. Nach einem kleinen Abendessen im nahegelegenen Sternbräu sollte es dann auch gleich auf die erste Cache-Dosen-Erkundungstour gehen. Also GPS gezückt und die nächste Dose lokalisiert. Und die war zwar klein, hatte es aber gleich in sich! Aber nach kurzem Erstaunen (meint der das ernst?) konnte Stefan die Dose am Market greifen und wir unseren ersten Cache in Salzburg loggen.
Da der Nächste auch nicht weit weg war und die Nacht lau, sind wir gleich weiter gezogen zu 424,250m über dem adriatischen Meeresspiegel, einer wunderschönen Wettersäule.
Beflügelt vom zweiten Fund haben wir unseren ersten Erkundungsgang fortgesetzt und bei der CATHEDRAL auch gleich noch die Nummer 3 gefunden. Doch dann schien uns das Glück zu verlassen…Der MOZARTSTEG sollte unser Problemcache werden. Na gut, es war Nacht und wir haben auch nach einigem Suchen und der Hintbenutzung nichts gefunden…kommen wir morgen wieder. Noch ein Stück weiter an der Salzach entlang Richtung DOWN TOWN haben wir dann neben der Bestätigung einer schon ergoogelten Rätselantwort fast die zweite Niederlage des Abend einstecken müssen. Aber nach ein wenig Gehirn einschalten konnten wir kurz nach Mitternacht glücklich Nummer 4 loggen und seelig ins Bett gehen…
Nach einer recht lauten Nacht (also was in dieser Stadt nachts los ist!) und einem guten Frühstück sind wir am späten Vormittag zum zweiten Tag in Salzburg aufgebrochen. Zuerst sollte es ein wenig Kultur sein und zum Museum der Moderne auf den Mönchsberg gehen. Doch vorher wollten wir noch den Mystery Künstler / Artists # 4 besuchen, um dort auf Dosensuche zu gehen. Das Kunstwerk hatten wir schnell lokalisiert, aber peilen war unmöglich dort. Hm, naja, eigentlich blieb ja nur ein Objekt zum Suchen übrig, aber gefunden haben wir leider nichts. Ein DNF, kein guter Start in den Tag…Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt der Pferdekutschen
und einem Abstecher zur Touri-Info, die uns einen kleinen Tipp geben konnten zu einem anderen Rätsel sowie dem Einkauf von lokaler Marschverpflegung
ging es erst zu einem weiteren erfolglosen Versuch auf dem Mozartsteg und dann auf die Suche nach dem Aufzug ins Museum. Und da hatten wir dann richtig Glück! Wegen des Tag des offenen Museums hatten wir nicht nur freien Eintritt ins Museum, der Aufzug im Berg hat auch nichts gekostet.
Hier sollte nun der erste Erfolg des Tages sein, doch oh weh, auch dieser Künstler / Artists # 2 war uns nicht wohlgesonnen. Trotz mehrmaligen Anläufen an verschiedenen möglichen Stellen, ließ sich die Mystery-Dose auch bei bester Aussicht nicht lokalisieren.
Schon der dritte Mißerfolg, inzwischen war es schon früher Nachmittag und noch kein Fund….Frust stellte sich ein…”wenn die nicht wollen, dass man ihre Dosen findet, dann sollen sie keine verstecken!”….dieser Spruch ging uns eine Weile durch den Kopf. Doch nach einer Stärkung auf der wunderschön gelegenen StadtAlm
hatte sich die schlechte Stimmung wieder gelegt und mit frischem Mut konnten wir dann am TOWER endlich, endlich die erste Dose des Tages finden. Eine schöne Stelle, an der man unter den Augen der Besucher und doch ungesehen diesen Tradi loggen konnte. Beflügelt von diesem Erfolg machten wir uns auf zu Künstler / Artists # 3. Auch der Mystery war ein hartes Stück Arbeit, die Koords zeigten erst einmal an eine laut Beschreibung nicht passende Stelle. Wir haben gesucht, gesucht, gesucht, schiere Ratlosigkeit wollte sich schon einstellen, als Stefan plötzlich mit einem “Also so was!” stolz den Logstreifen präsentierte. Juchhu, der zweite Log des Tages! Weiter ging es zu Edelweiss by night, den wir erst gar nicht machen wollten, weil Name und Tageszeit nicht zueinander passen wollten. Doch nach nochmaligem Aufruf des Listings hatte sich dieser Denkfehler berichtigen lassen und wir wurden an eine wirklich schöne Stelle oberhalb der Salzach geführt an der schon der Entdecker der N’Dungu seine Freude hatte. Auch hier dauerte die traditionelle Dosensuche einige Minuten, war aber dann zum Glück an einer weniger offensichtlichen Stelle erfolgreich. 
Nach den zwei Tradis und dem Mystery standen zwei Earthcaches auf dem Programm. Earthcaches gibt es hier übrigens jede Menge auf kleinstem Raum! Das hat uns sehr gut gefallen, denn schliesslich lernt man hierbei immer eine ganze Menge. Der erste der beiden EC beschäftigte sich mit den MountainCleaners, einer Salzburger Besonderheit. Hier werden von mutigen Männern die losen Steine abgeklopft, um eine Katastrophe wie 1669 zu verhindern.
Der zweite EC beschäftigte sich mit den SALZACH RIVER GRAVEL, Salzach-spezifischen Steinen am Flussrand.
Bei beiden ECs waren die Logbedingungen und Fragen recht einfach zu lösen und wir haben auf die Mail eine sehr schnelle und nette Logfreigabe erhalten. Vielen Dank dafür!
Der nächste Weg führte uns in den MIRABELL GARDEN. Dort bei Schloss Mirabell hatten wir am späten Nachmittag dann unseren nächsten Erfolg und konnten die Tradi-Dose schnell und einfach und auch noch recht muggelfrei trotz der vielen Besucher
in diesem schönen blühenden
Garten finden und loggen. Ganz in der Nähe haben wir dann auch noch den Multi Mozartkugel begonnen und die ersten Infos für einen weiteren Mystery sammeln können. Auf dem weiteren Weg sind wir auch am Tradi Steintor vorbeigekommen. Das liegt ein bisschen abseits und ohne den Cache hätten wir es möglicherweise gar nicht gesehen. Das wäre sehr schade gewesen, da es innerhalb eines alten Gassenganges mit kleinen verborgenen Treppen sehr schön liegt. Weiter auf dem Rückweg zu einem frühen Abendessen im s’Herzl haben wir dann nochmal, ja, beim Mozartsteg vorbei geschaut und waren inzwischen schon fast überzeugt, dass die Dose weg sein muss….
Abgeschlossen haben wir den Abend mit einer Nachtwächterführung durch die Altstadt,
sehr lustig und sehr empfehlenswert!
Anschliessend haben wir dann noch letzte Informationen zum vorher begonnenen Mozartkugel-Cache gesammelt und uns noch einmal am Künstler #2 versucht, leider wieder vergeblich. Trotzdem konnten wir zufrieden über einen sehr schönen Cachetag zurück in unser sehr zentral gelegenes Hotel um schlummernd Kraft für den Sonntag schöpfen.
Bei traumhaftem Wetter haben wir uns dann am Sonntag einmal auf die andere Seite des Tunnels getraut und dort ein paar Dosen besucht. Unter Beobachtung haben wir uns bei dem ersten Multi zwar zum Glück nicht gefühlt aber das hätte zu Werktagen auch anders sein können. An Finale des schönen kleinen Multis Daghoferkapelle waren wir dann allerdings wirklich unter Beobachtung und zwar genau in dem Moment als wir geloggt hatten und die Dose zurücklegen wollten! Aaaarggghhhh, eine ganze Horde Klein-Muggels wollte nun unbedingt dort ihre Fahrräder und Skateboards testen. Mist! Also erstmal mit der Dose in der Hand weiter um Die Reblaus im Weinstöckl zu besuchen, doch die hatte leider noch nicht geöffnet und der aufmerksame Nachbar ließ uns keine Ruhe zum Suchen. Naja, wieder zurück mit der Dose zum letzten Finale und…die waren noch immer da! Was jetzt? Wir konnten die Dose ja schlecht mit zurück ins Hotel nehmen?! Da haben wir einfach die “Wer-hat-den-längeren-Atem”-Taktik angewandt und uns so lange knutschend auf die nahegelegne Treppe gesetzt bis die Kids entnervt abgezogen sind. Ha, gewonnen!
Zurück auf der Altstadt-Seite sind wir dann am Festspielhaus vorbei zum Peter um in den Katakomben nach der nächsten Dose zu suchen.
Was für ein toller Ort! Auch wenn es einen Euro Eintritt kostet, sollte man hier unbedingt her kommen, der Euro lohnt sich wirklich. Uns hat es sehr gut gefallen an diesem schönen stillen Ort mitten in der Stadt.

Vorbei an dem nicht ganz so stillen, von den lebendigen Salzburgern und ihren Gästen bevölkerten Stiegl-Keller oder auch Salzburgs schönste Gastgärten V, ging es mit diesem erfolgreichen Tradi-Fund weiter zum touristischen Höhenpunkt Festung Hohen Salzburg, wo wir zwei interessante Stunden verbracht haben.
Auch den schnellen Cache konnten wir trotz des Besuchs des chinesischen Ministers ohne Probleme finden. Zum Glück haben wir das noch vor dem Security Auflauf geschafft, denn das hätte zu einer kniffeligen Situation führen können, hätte man uns aufgefordert, den Cache-Rucksack mit all den darin vorhandenen Utensilien zu öffnen! Einige Impressionen:



Nach einer rasanten Talfahrt
haben wir uns dann erst mal bei einem Kai-Vierterl das gleichnamige Viertel angeschaut und diesen schönen kleinen Multi gefunden. Was man da alles so sieht auf dem Weg…
Als nächstes sollte dann (neben einem weiteren erfolglosen Mozartsteg-Besuch und einem ebensolchen Künstler #4, der uns aber ob der Richtigkeit ebenfalls positiv vom Owner bestätigt wurde) der nächste Künstler-Cache gehoben werden. Bei Künstler / Artist #5 waren wir dann auch bis auf Millimeter an der Dose heran, haben sie aber nicht aus ihrem Versteck herausgebracht!!! Dafür hätten wir Spezialwerkzeug benötigt, was dann vielleicht doch nicht wirklich unauffällig geworden wäre…. Den Owner haben wir verständigt, er will sich in den nächsten Tagen darum kümmern.
Leider ging es uns bei dem Finale vom supertollen Rätselcache Special Effects auch nicht wesentlich besser. Froh und glücklich das nicht ganz einfache Rätsel gelöst zu haben, konnten wir die Dose nicht finden. Inzwischen wissen wir, dank Bestätigung der Owner zwar, dass wir richtig waren, die Dose werden wir aber beim nächsten Besuch nochmal suchen müssen. Ebenso wie die Dose des ebenfalls supertollen Mystery-Caches Rom des Nordens, den wir noch in München zum Teil gelöst und dann vor Ort vervollständigen konnten aber ebenfalls wegen Muggels nicht mit einem Log beenden konnten. Aber auch hier haben wir nach äußerst nettem Mailkontakt mit dem Owner die Richtigkeit der Koordinaten bestätigt bekommen und werden es einfach beim nächsten Mal wieder versuchen. Der Abschluß des Tages war allerdings dann wieder von Erfolg gekrönt und Dwarf -SALZBURG ward gefunden. 
Zum Finale der Mozartkugel haben wir es zeitlich leider nicht mehr geschafft, aber wir kommen ja wieder
. Beim wohlverdienten Abendessen konnten wir als Fazit festhalten: Einfach sind die Dosen in Salzburg nicht zu finden, aber dafür sind die Caches einfach schön! Die Stadt hält was sie in Sachen Mega-Event-Werbung verspricht und sollte unbedingt besucht werden, v.a. wenn man wie wir, große Fans von Mystery-Caches ist. Uns hat es Spaß gemacht und wir haben uns sehr wohl gefühlt, wir kommen wieder!
Noch ein paar zusammengewürfelte Stadt-Impressionen unseres Besuches:




Vielen Dank an all die Cacher, die uns dieses schöne Wochenende beschert haben und für all die Dosen, die wir schon gefunden haben und auch hoffentlich noch finden werden.
Schöne Grüße an alle
Stefan und Katja
Ach ja, bleibt noch zu erwähnen, dass wir noch auf der Rückfahrt folgenden neuen Logeintrag zum Mozartsteg lesen mussten/durften: “Ein Blick ein Griff! TFTC…”